Kirche St. Dionysius Nordwalde

Pilgerweg nach Santiago de Compostela

Der Pilgerweg nach Santiago de Compostela, der Jakobsweg, war Thema des Einkehrnachmittags der Seniorengemeinschaft, an dem 44 Seniorinnen und Senioren teilgenommen haben. Der Nachmittag begann mit Kaffee und Kuchen. Pfarrer Ulrich Schulte Eistrup erzählte dann mit Begeisterung vom Weg nach Santiago. So einen Pilgerweg geht man natürlich, um zum Grab des Heiligen Jakobus zu gelangen, aber auch um auf die hinter einem liegende Lebenszeit zurückzublicken, und einen Ausblick nach vorne zu wagen, um etwas neues zu beginnen. Andere gehen diesen Weg, um z. B. Trauer zu bewältigen, wieder andere suchen nach dem Sinn des Lebens.

Beeindruckende Bilder des Jakobsweges gab es zu sehen, die schmalen Feldwege durch Gebirge und auch flaches Land, viele Sehenswürdigkeiten wie z. B. das Eisenkreuz auf einem Eichenpfahl auf dem " Monte Irago". Dort bringen die Pilger von Zuhause Steine mit, die symbolisch dort abgelegt werden für die dort mitgebrachten Sorgen und Nöte. So wächst der Hügel so langsam zu einem Berg. Höhepunkt der Wanderung war natürlich die Kathedrale von Santiago. Der Pilgerweg nach Santiago (700 km) ist schon beschwerlich und man muss genau überlegen, was man mitnimmt. So wird nicht selten unnötiges Gepäck zurückgelassen. Vergleichbar wäre das mit dem Pilgerweg des Alltags, auch dort kann man sich fragen, was schleppe ich mit mir herum? Was brauche ich wirklich zum Leben? Als Beweis, den Weg gegangen zu sein und als Erinnerung bekommt der Pilger einen Pilgerausweis, der an allen Stationen des Weges abgestempelt wird. Dieser Ausweis wurde zur Ansicht rundgereicht.

Als Souvenir hatte sich der Vorstand etwas Besonderes ausgedacht. Für Jeden gab es eine Jakobsmuschel, mit der Aufschrift "Geh deinen Weg" mit nach Hause. Die Jakobsmuschel ist als Wegweiser auf dem Jakobsweg vielerorts zu finden. Diese Muschel wurde früher gebraucht um an den Wasserstellen zu schöpfen und daraus zu trinken, so die Information des Pfarrers. Der Vors. Klaus Allendorf bedankte sich für den interessanten Vortrag. Vielleicht fühlt sich ja der ein oder andere angesprochen auch diesen Pilgerweg zu gehen. Die Mehrheit aber kann aus alters- oder gesundheitsgründen so einen Weg nicht mehr gehen. Aber die Senioren können ab jetzt mitreden, aufgrund des wunderbaren Vortrags. Im Anschluss beteten alle gemeinsam den Rosenkranz zu Ehren der Gottesmutter in der Pfarrkirche.