Kirche St. Dionysius Nordwalde

Leben mit einem fremden Herz

40 Seniorinnen und Senioren waren der Einladung des Vorstands zum Infonachmittag gefolgt. Der Nachmittag begann mit Kaffee und Kuchen. Thema des Nachmittages war: "Leben mit einem fremden Herz".

Karl Kriens, aus Nordwalde lebt seit Jahren mit einem fremden Herz. Er erzählte aus der Zeit seiner Krankheit, wie er zunächst einige Operationen am eigenen Herz erlebte, bis es schlussendlich ohne eine Tranplantation nicht mehr ging. Acht Monate musste er warten, bis ein passendes Herz zur Verfügung stand. Eine Zeit des Wartens, des Bangens, des langsamen Sterbens - zwischendurch eine Zeit des Aufgebens. Karl Kriens sagte: " ohne meinen Glauben hätte ich das nicht durchgestanden."Viele Menschen, so sagte Karl Kriens warten auf ein Spenderorgan, teilweise vergebens, weil zu wenig Menschen bereit sind, nach dem Tod Organe zu spenden. Er bat alle Anwesenden, über Organspende nachzudenken und verteilte Organ- und Gewebespendeausweise der Universitätsklinik Münster.

Heute lebt Karl Kriens seit über 20 Jahren mit einem fremden Herz. Er ist froh, dass er weiterleben durfte, er konnte seine Kinder aufwachsen sehen und feiert so Gott will in zwei Jahren goldene Hochzeit. Diakon Stephan Foschepoth, den Nordwaldern als Seelsorger aus dem St. Augustinus Altenzentrum bekannt, arbeitet heute als Seelsorger im Universitätsklinikum. Er war ebenfalls beim Infonachmittag dabei, und erzählte, dass er viele betroffene Menschen dort seelsorgerisch begleite. Ethische Gründe, eine Organspende abzulehen, ist Sache jedes einzelnen. Grundsätzlich spricht nichts gegen eine Organspende und würde vielen Menschen ein Weiterleben ermöglichen, wie es bei Karl Kriens der Fall war.

Klaus Allendorf bedankte sich bei beiden für den Vortrag mit einer Flasche Rotwein.

 

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